Die Geburtsstunde der Neuraltherapie unter dem Titel “Unbekannte Fernwirkungen der Neuraltherapie“ geht auf das Jahr 1928 zurück. Dass das Medikament (meist Lokalanästhetika wie Procain) nicht über das Blut wirkt, wurde dadurch bewiesen, dass chronische Kopfschmerzen und andere Schmerzzustände oft genau so blitzartig verschwanden, wenn das Mittel nicht in, sondern neben die Blutader ins Gewebe gelangte. Die Schnelligkeit der Heilvorgänge, die bereits eintreten, bevor das Mittel überhaupt aufgesogen sein kann, lässt an elektrische Abläufe denken. Als Leitungsbahnen kommen dafür die Nerven des vegetativen Nervensystems in Frage. Jede unserer 40 Trillionen Zellen ist dadurch mit jeder anderen Zelle zu einer lebendigen Ganzheit verbunden. Das Vegetativum lenkt überall in unserem Körper die Lebensvorgänge wie Atmung, Durchblutung, Temperatur, Stoffwechsel etc. Mit der Herstellung normaler elektrischer Verhältnisse in Nerven und Gewebe (Repolarisierung durch Procain) wird auch die gestörte Funktion wieder normalisiert.
Der Neuraltherapeut kann mit seiner schmerzausschaltenden Injektion die Weichen auf Heilung stellen (Segmenttherapie, Quaddeltherapie). Die positive Reaktion hält meist länger an als die Betäubung und mit Wiederholungen wird der Effekt gesteigert.
Krankheitsauslösende Ursachen können Narben und Gewebe sein (Störfelder), die keine Auffälligkeiten zeigen. Wird die richtige Stelle mit der Injektion erreicht, kann das Störfeld gelöscht werden. Grundsätzlich kann angenommen werden:
Die Neuraltherapie ist bei richtiger Anwendung völlig ungefährlich. Eine Verschlechterung des Leidens durch die Behandlung ist nicht möglich.
Wird beim Testen an verdächtigen Stellen schlagartig eine hundertprozentige Wirkung erzielt, handelt es sich um ein sogenanntes Sekundenphänomen.