In der Naturheilkunde geht es immer um den Menschen als Ganzes, also um sein körperliches, geistiges und seelisches Empfinden.
"Was für einen Menschen haben wir vor uns?" Das ist die Grundfrage, die für uns vor jeder Behandlung zu klären ist. Denn die individuelle Geschichte eines Menschen, seine Lebensumstände, sein Schicksal, seine persönlichen Gegebenheiten - das alles trägt nicht unerheblich zur Entstehung von Krankheiten bei. Stress, Ärger und Belastungen bedingen heute in vielen Fällen erst die Entstehung körperlicher Beschwerden. In der Naturheilkunde wird diesem Gedanken Rechnung getragen.
"Naturheilverfahren" ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Behandlungsmethoden, die die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen sollen, sie dienen der Vorbeugung, Heilung und Linderung von Krankheiten.
Wichtig für die Anwendung der Naturheilverfahren ist nicht nur die Therapie, sondern auch die Diagnosemethode. Sie unterscheidet sich von der schulmedizinischen Untersuchung durch ihren ganzheitlichen Ansatz. Krankheit wird hier nicht allein als Funktionsdefekt von Organen verstanden, sondern als eine Erkrankung des ganzen Körper- und Geistsystems. Deshalb ist es wichtig, den Menschen in seinem Umfeld zu erfassen, Zeit für ihn zu haben, Vertrauen aufzubauen. Entscheidend dabei ist, dass aus allen Bereichen der Naturheilverfahren das individuell Passende für den einzelnen Patienten ausgewählt wird. Denn in der Naturheilkunde gibt es nicht nur eine Therapie für ein spezielles Leiden. Vielmehr kommt es darauf an, die richtige Methode für jeden Einzelnen zu finden.